Über Coromandel nach Rotorua
geschrieben von downunder | 9 Feb, 2010
Nach unserem Delfin-Erlebnis fuhren wir zunächst auf die andere Seite der Northlands, wo wir uns auf einem s.g. DOC (Department of Conservation – Die Wald- und Wiesenhüter also) Campground niederließen. Dieser lag direkt neben einem Wanderpfad durch den grandiosen Waipoua Kauri Forest, einem Nationalpark in dem viele der letzten Kauri-Bäume stehen. Allein für diese Giganten hätte sich die Fahrt Richtung Norden schon gelohnt. Man kann sich nämlich einen Kauri-Baum so vorstellen, dass er am oberen Ende genauso dick ist wie am unteren und dabei etwa einen Umfang von etwa 14 Metern hat. Bei einer Höhe von ca. 30 bis 50 Metern gibt das einen ziemlich massiven und kompakten Block Holz, der immer wieder beeindruckend durch die restlichen Bäume des Waldes schimmert. Als die Nacht einbrach machten wir uns dort auf die Suche nach Kiwis, fanden aber „nur“ eine Menge Glühwürmer.

Ein kleiner Nachtrag zur Bay of Island (Foto by Tanja)

Tanja beim traditionellen Kauri-Baum-Drücken
Am nächsten Tag ging es wieder gen Süden und, nach einen letzten Gruß an Auckland zur Coromandel Halbinsel, genauer gesagt nach Tairua an ihrer östlichen Küste. Dort richteten wir uns für einen gemütlichen Abend ein, nutzen das kostenlose Internet und den Wirlpool und waren ziemlich relaxt. Tanja setzte sich raus um ihre Freundin anzurufen und ich schrieb noch unseren ersten kleinen Blog. Dann aber geschah etwas sehr merkwürdiges: Tanja lief plötzlich total aufgeregt in unseren Raum und schrie: „Das Auto fährt von alleine!!“. Alle waren verständlicher Weise etwas perplex und so dauerte es einige Sekunden, bis wir reagierten, raus rannten und dort tatsächlich unseren Bus sahen, wie er fröhlich immer wieder rückwärts in einen, hinter ihm geparkten Anhänger fuhr. Ohne das jemand darin saß. Ich sprang schnell auf den Fahrersitz, steckte den Schlüssel rein und schaltete den Leerlauf ein. Nun fuhr der Bus zwar nicht mehr, startete aber trotzdem noch eigenständig. Erst als wir den Wagen im 5ten Gang absaufen ließen, war endlich Ruhe im Karton. Das war auf jeden Fall eine der unheimlichsten Sachen, die ich je erlebt hatte und unter anderem deswegen heißt der Bus jetzt Herbi.

Nochmal Tanja beim Posen am Cathedral Cove Strand

Bei besseren Wetter ist dieser Ort einfach nur Traumhaft. Wir wissen das. Wir haben die Postkarten gesehen!
Nach einer etwas unentspannten Nacht (wir mussten ja trotzdem im Bus schlafen!) ging es erst mal zur Cathedral Cove, einer Bucht mit einem Haufen kleiner bis großer Inseln, einige davon nicht mehr als Sandstein-Felsen, die aus dem Meer ragten. Der bekannteste davon kann in den Narnia-Filmen bestaunt werden. Besonders schön waren aber auch die Strände, welche alle von Klippen umschossen waren und mit einer Art Tunnel verbunden wurden. Ein kleiner Wasserfall rundete das Ganze dann perfekt ab.

Qualitätsprüfung am Strandwasserfall
Nach diesem Ausflug fuhren wir zum Hot Water Beach. Der Reiseführer hatte empfohlen einen Spaten mitzubringen. Warum das so war, wurde uns ziemlich schnell klar, als wir den Strand betraten. Eine große Horde Touristen war dort am Buddeln und als wir näher kamen, erkannten wir, dass sich dort alle kleine Pools gruben welche von einer unterirdischen, heißen Quelle gespeist wurden. Total begeistert lieh sich Malte irgendwo eine Schaufel und legte auch gleich los. Das Wasser war aber zunächst so heiß, dass man sich sofort Füße und Hintern verbrannte. Gut dass das Meer so nah war und immer mal wieder eine Welle kühlen Nasses in die Pools schickte. So kamen wir schließlich auch zu einem angenehm warmen Bad.

Was treibt so viele Leute bei so einem Wetter an so einen Strand?

Vieleichtein gemütliches Bad in diesen heißen Quellen

Tanja (Mitte) kämpft sich durch die Flut
Unser Rückweg zum Auto wurde dann später etwas aufgehalten, da einige schlaue Menschen grade diesen Tag dazu ausgewählt hatten um einen Ablauf für einen, an den Strand grenzenden Fluss zu graben. Was auf dem Hinweg noch ein kleines Rinnsal war, das man mit einem Sprung überwinden konnte, war nun ein reißender, etwa 10 Meter breiter Wildwasserstrom, der einem die Beine wegriss. Nach einigem ratlosen hin und her gerenne wagten wir uns in einem, von Rettungsschwimmern geführten, Konvoi durch das Getöse und kamen grade noch durch. Da Tanja auf der anderen Seite aber merkte, dass sie ihre Schuhe vergessen hatte, musste Malte aber noch mal rüber und verdiente sich so, neben einem Küsschen auch den Namen Schuhretter. Nach diesem Erlebnis ging den Tag noch weiter nach Tauranga, wo wir das Zündschloss von Herbi wechseln ließen, und am nächsten Tag, ohne weitere Zwischenfälle nach Rotorua.

Und ich dachte die werden aus den Vögeln gemacht... Na toll.

Rotbackensuppenhuhnstelzer lebt auf großem Fusse

Ein gutes Werbefoto für Rotorua
Rotorua ist eine ziemlich stinkende Stadt. Der Geruch nach faulem Ei ist allgegenwärtig. Trotzdem ist es eines der beliebtesten Urlaubsziele der Nordinsel. Beide Tatsachen haben ihren Ursprung in den vulkanischen Aktivitäten die in Form von heißen Quellen überall zu finden sind. Steht man am frühen Morgen auf kann man die Sonnenstrahlen durch ein Netz von Dampfenden Löchern gleißen sehen. Man muss dabei aber aufpassen, wo man hintritt, da schon so mancher unbedachter Schritt hier mit schön durchgekochten Füßen geendet ist. Wir besuchten dort auch das Maori-Dorf Ohinemutu, das mit einigen schönen Gebäuden im Maori-Schnitz-Stil (unter anderem einer Kirche) aufwartet. Ansonsten muss ich aber sagen, dass mir dieser unwirklich Ort und der Gestank bald etwas auf die Nerven gingen, weswegen ich nicht all zu traurig war, als wir uns Richtung Lake Taupo aufmachten (Dieser Satz scheint hier öfter vorzukommen, aber eigentlich ist es in Neuseeland wirklich eine Ausnahme!).

Ein Bad am an einem Warm-Wasser-Wasserfall Namens Kerosine Creek (?) am Rainbow Mountain

Ein kleiner Nachtrag zur Bay of Island (Foto by Tanja)

Tanja beim traditionellen Kauri-Baum-Drücken
Am nächsten Tag ging es wieder gen Süden und, nach einen letzten Gruß an Auckland zur Coromandel Halbinsel, genauer gesagt nach Tairua an ihrer östlichen Küste. Dort richteten wir uns für einen gemütlichen Abend ein, nutzen das kostenlose Internet und den Wirlpool und waren ziemlich relaxt. Tanja setzte sich raus um ihre Freundin anzurufen und ich schrieb noch unseren ersten kleinen Blog. Dann aber geschah etwas sehr merkwürdiges: Tanja lief plötzlich total aufgeregt in unseren Raum und schrie: „Das Auto fährt von alleine!!“. Alle waren verständlicher Weise etwas perplex und so dauerte es einige Sekunden, bis wir reagierten, raus rannten und dort tatsächlich unseren Bus sahen, wie er fröhlich immer wieder rückwärts in einen, hinter ihm geparkten Anhänger fuhr. Ohne das jemand darin saß. Ich sprang schnell auf den Fahrersitz, steckte den Schlüssel rein und schaltete den Leerlauf ein. Nun fuhr der Bus zwar nicht mehr, startete aber trotzdem noch eigenständig. Erst als wir den Wagen im 5ten Gang absaufen ließen, war endlich Ruhe im Karton. Das war auf jeden Fall eine der unheimlichsten Sachen, die ich je erlebt hatte und unter anderem deswegen heißt der Bus jetzt Herbi.

Nochmal Tanja beim Posen am Cathedral Cove Strand

Bei besseren Wetter ist dieser Ort einfach nur Traumhaft. Wir wissen das. Wir haben die Postkarten gesehen!
Nach einer etwas unentspannten Nacht (wir mussten ja trotzdem im Bus schlafen!) ging es erst mal zur Cathedral Cove, einer Bucht mit einem Haufen kleiner bis großer Inseln, einige davon nicht mehr als Sandstein-Felsen, die aus dem Meer ragten. Der bekannteste davon kann in den Narnia-Filmen bestaunt werden. Besonders schön waren aber auch die Strände, welche alle von Klippen umschossen waren und mit einer Art Tunnel verbunden wurden. Ein kleiner Wasserfall rundete das Ganze dann perfekt ab.

Qualitätsprüfung am Strandwasserfall
Nach diesem Ausflug fuhren wir zum Hot Water Beach. Der Reiseführer hatte empfohlen einen Spaten mitzubringen. Warum das so war, wurde uns ziemlich schnell klar, als wir den Strand betraten. Eine große Horde Touristen war dort am Buddeln und als wir näher kamen, erkannten wir, dass sich dort alle kleine Pools gruben welche von einer unterirdischen, heißen Quelle gespeist wurden. Total begeistert lieh sich Malte irgendwo eine Schaufel und legte auch gleich los. Das Wasser war aber zunächst so heiß, dass man sich sofort Füße und Hintern verbrannte. Gut dass das Meer so nah war und immer mal wieder eine Welle kühlen Nasses in die Pools schickte. So kamen wir schließlich auch zu einem angenehm warmen Bad.

Was treibt so viele Leute bei so einem Wetter an so einen Strand?

Vieleichtein gemütliches Bad in diesen heißen Quellen

Tanja (Mitte) kämpft sich durch die Flut
Unser Rückweg zum Auto wurde dann später etwas aufgehalten, da einige schlaue Menschen grade diesen Tag dazu ausgewählt hatten um einen Ablauf für einen, an den Strand grenzenden Fluss zu graben. Was auf dem Hinweg noch ein kleines Rinnsal war, das man mit einem Sprung überwinden konnte, war nun ein reißender, etwa 10 Meter breiter Wildwasserstrom, der einem die Beine wegriss. Nach einigem ratlosen hin und her gerenne wagten wir uns in einem, von Rettungsschwimmern geführten, Konvoi durch das Getöse und kamen grade noch durch. Da Tanja auf der anderen Seite aber merkte, dass sie ihre Schuhe vergessen hatte, musste Malte aber noch mal rüber und verdiente sich so, neben einem Küsschen auch den Namen Schuhretter. Nach diesem Erlebnis ging den Tag noch weiter nach Tauranga, wo wir das Zündschloss von Herbi wechseln ließen, und am nächsten Tag, ohne weitere Zwischenfälle nach Rotorua.

Und ich dachte die werden aus den Vögeln gemacht... Na toll.

Rotbackensuppenhuhnstelzer lebt auf großem Fusse

Ein gutes Werbefoto für Rotorua
Rotorua ist eine ziemlich stinkende Stadt. Der Geruch nach faulem Ei ist allgegenwärtig. Trotzdem ist es eines der beliebtesten Urlaubsziele der Nordinsel. Beide Tatsachen haben ihren Ursprung in den vulkanischen Aktivitäten die in Form von heißen Quellen überall zu finden sind. Steht man am frühen Morgen auf kann man die Sonnenstrahlen durch ein Netz von Dampfenden Löchern gleißen sehen. Man muss dabei aber aufpassen, wo man hintritt, da schon so mancher unbedachter Schritt hier mit schön durchgekochten Füßen geendet ist. Wir besuchten dort auch das Maori-Dorf Ohinemutu, das mit einigen schönen Gebäuden im Maori-Schnitz-Stil (unter anderem einer Kirche) aufwartet. Ansonsten muss ich aber sagen, dass mir dieser unwirklich Ort und der Gestank bald etwas auf die Nerven gingen, weswegen ich nicht all zu traurig war, als wir uns Richtung Lake Taupo aufmachten (Dieser Satz scheint hier öfter vorzukommen, aber eigentlich ist es in Neuseeland wirklich eine Ausnahme!).

Ein Bad am an einem Warm-Wasser-Wasserfall Namens Kerosine Creek (?) am Rainbow Mountain



